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KONZERT TIPPS
Quantic & Alice Russell w/ The Combo Barbaro | 15.5.2012 | mehr...

Min King | 18.5.2012 | mehr...

Greis & Band, Stereosopha, Erdloch Productions - Aftershow Party mit HIP HOP ON AIR | 19.5.2012 | mehr...

Sharon Jones & The Dap-Kings | 22.5.2012 | mehr...

RELEASE TIPPS
Aphroe | 28.3.2012 | mehr...

Demograffics | 27.3.2012 | mehr...

MDMA (Steezo & Skor) | 16.3.2012 | mehr...

Boys On Pills | 16.3.2012 | mehr...

CLASSIC TIPPS
Oxmo Puccino | L amour est mort | mehr...

Freundeskreis | Esperanto | mehr...

Stieber Twins | Fenster zum Hof | mehr...

A Tribe Called Quest | Beats, Rhymes & Life | mehr...



HipHopOnAir

„BEATS, RHYMES & LIFE“



HIP HOP ON AIR in Deiner (un)guten Stube...


Heute Abend um 18 Uhr gehen Ruedi und der Kauz mit „BEATS, RHYMES & LIFE“ live on air!


Y’all better tune in! Prost!





RELEASE OF THE MONTH:



Min King - Am Bluemeweg

RELEASE OF THE MONTH


Der Irrglaube, Weisse hätten keinen Soul, ist noch immer weit verbreitet. In der westlichen Welt kommt man mit Herzensgüte und Ehrlichkeit ja auch nicht besonders weit. Klingt wohl zynisch und mag eine Fehleinschätzung meinerseits sein, aber Gegenbeweise mit vernüftiger Halbwertszeit sind mir bis dato keine unter gekommen. Nun gut, der Beweis, dass nicht bloss Schwarze Soul haben (und ich meine nicht soulige Popmukke oder moderner R&B, ich rede vom Phänomen, das in der zweiten Hälfte der 50er mit Ray Charles, Sam Cooke und James Brown begann und zwanzig Jahre später mit Al Green endete), wurde ja auch noch nicht allzu häufig angetreten. Amy Winehouse, Joss Stone, Eli Paperboy Reed, Mayer Hawthrone, Alice Russell und Ben L’Oncle Soul kommen mir spontan in den Sinn (es wird natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit der Aufzählung erhoben). Wenn’s dann noch eine andere Sprache als Englisch sein soll, wird’s richtig schwierig. Unser grosser Bruder im Norden hat gerade mal Jan Delay und Flo Mega hervorgebracht. Gewisse Berührungsängste scheinen eben doch da zu sein. Das betrifft nicht bloss die Hautfarbe, sondern auch die Zeit. Man kann die Zeit ja schliesslich nicht mehr zurück drehen, auch wenn man sich das manchmal wünschte.
Hier bei uns in der Schweiz ist Soul sowieso noch nicht angekommen. Das Misstrauen dürfte zu gross und der Markt zu klein sein. Und jetzt das! Plötzlich hat die Schweiz ihr erstes Soulalbum. Quasi aus dem Nichts. Dem Sascha Rossier gefällt’s. Min King stehen mit ihrem Debüt „Am Bluemeweg“ momentan auf Rang vier der iTunes R&B/Soul Downloadcharts. Zwischen Earth, Wind & Fire und Whitney Houston. Dabei ist das erste Soul-Album auf Schwiizerdütsch beinahe sowas wie ein Betriebsunfall, zumal ja Plenty Enuff 2010 schon mit einem neuen Album in den Startlöchern standen. Nicht mehr im Geiste von Kingston Town, sondern in jenem vom Südwesten der Vereinigten Staaten der 60er Jahre (der Schritt von Rocksteady zu Soul ist nicht so gross, wie manche vielleicht denken). Die Texte wie sich’s gehört in Englisch.
Nun ist fast alles anders gekommen. Plenty Enuff sind Geschichte. Aus dem harten Kern der Truppe (Gebrüder Albrecht und Dave Aro) ist Min King hervorgegangen. Die Texte sind nun nicht mehr in Englisch, sondern in Mundart. Den Spirit des Südwestens der Staaten haben Min King in ihren Proberaum an den Blumenweg geholt. Resultat ist besagstes Debütalbum. Mundartsoul!? Da haben Min King doch tatsächlich ein neues Genre aus dem Boden gestampft! Haben sie das? Nööö, haben sie nicht. Wir reden hier von Soul. Soul hat eben herzlich wenig mit Sprache zu tun, sondern vielmehr mit Ausdruck, mit Inbrunst und Groove. Yep, Min King spielen Soul. Schon die ersten Takte des Albumopeners „Froh Bisch Da“ lassen keine Zweifel offen. Einfach nur so dasitzen, funktioniert nicht. Da wird man dubedänzig. Zu innig und überwältigend vereinnahmend sind die Grooves vom Bluemeweg.
Min King haben die klassische Besetzung einer Soulband aus den 60ern. Drums (René Albrecht), Bass (Marc Zimmermann) und Gitarre (Boris Aebischer) für den Groove. Orgel (Dave Aro) und Bläser (Roger Greipl am Saxophon und Philipp Labhart an der Trompete) für Melodien und Call and Response, das soultypische von Gospel und Worksongs inspirierte Hin und Her zwischen Bläsersatz und Stimme (Philipp Albrecht). Eben diese Stimme mag wohl der stärkste Trumpf der Truppe sein. Philipp singt nicht einfach, er liebt und leidet, schreit und flüstert, wechselt von Brust- zu Kopfstimme und wieder zurück und liefert so neben den Texten auch die Inhalte, die zwischen den Zeilen stehen mit. Nun ist es aber so, dass man nicht mit dem stäksten Trumpf, sondern mit dem stäksten Blatt das Spiel gewinnt. Min King gewinnen das Spiel. Und das nicht, weil sie ein neues Genre erschaffen hätten, was sie nicht haben, sondern weil sie die Menschen ihre Spielfreude spüren lassen, wenn sie ihre Grooves auf die Bühnen und in die Wohnzimmer tragen. Das ist Soul. Deshalb steht die Scheibe in meinem Plattenregal dort, wo auch Otis Redding, Al Green und James Brown ihren Platz haben. (ruedi snare)

minking.ch

Release Date: 20.4.2012






Dramadigs - Das Muss Doch Nu Wirklich Nich Sein

RELEASE OF THE MONTH


Nach den Stadtmusikanten war’s um Bremen lange totenstill. Und nun taucht die Stadt im hohen Norden gleich zweimal in kurzer Folge auf den Radarschirmen von Liebhabern gediegener Mukke auf. War Flo Mega Urheber des ersten Erscheinens auf der Landkarte deutscher Grooves, geht der zweite kleine grüne Punkt aufm Bildschirm auf das Konto von Dramadigs. Tsnd Mark und Konfus sind Dramadigs, ein Duo an Pads und Mics. Auf Radarschirmen sind die beiden dank ihres Albums „Das Muss Doch Nu Wirklich Nich Sein“ erschienen. Vorerst aber nur auf den Schirmen einiger weniger. Einer dieser wenigen war jedoch der nie kopierte (weil schlicht nicht möglich) Twit One. Das ist der mit den Augenringen unter dem dritten Auge und dem Taschenbilliard. Der, der aus Köln sowas wie das Oxnard unserer grossen Bruders im Norden gemacht hat. Er hat „Das Muss Doch Nu Wirklich Nich Sein“ im Netz entdeckt und als viel zu gut für einen blossen Gratisdownload, was besagtes Album anfangs Jahr ja noch war, befunden. Seit der zweiten Aprilwoche gibt’s das Album von Dramadigs in einer gegenüber dem Originalgratiserlease leicht abgespeckten Variante auf schwarzem Gold. Ist nun zwar nicht mehr gratis das Teil, was aber nicht weiter schlimm ist, weil ich a) sonst eh nicht Wind von dem Teil bekommen hätte, b) Vinyl für Bares eh gescheiter ist als Data für gratis und c) die Jungs das Release auf Schwarzgold, die Aufmerksamkeit, das Lob und die wenige Kohle mehr als verdient haben. Das Rad haben Tsnd Mark und Konfus nicht neu erfunden. Sample suchen, schnipseln und puzzeln, Drums drüber und Bass drunter und fertig ist das Teil. Die Jungs haben aber so schöne Dinger gedigt und mit wunderbar humpelnden Drums versehen, dass dem Liebhaber ab dem ersten Takt warm ums Herz wird. Die melancholischen Texte, die immer am schmalen Grat zwischen Ironie und Sarkasmus spielen, tragen ihres dazu bei. In den Schilderungen vom Duo aus Bremen wird sich wohl manch einer wiederfinden. Yep, der Blick ins Leere und ein schwermütiges Lächeln gehört eben auch zum Leben und das ist auch gut so. Ohne Melancholie ginge dem Leben die Seele abhanden. „Dass Muss Doch Nu Wirklich Nich Sein“ hat Soul. Und Musik ohne Soul ist nichts als Plastik. Frag Jan Delay. (ruedi snare)

www.dramadigs.de

Release Date: 4.4.2012




HIP HOP ON AIR DJ'S LIVE VOR ORT:



19.5.2012 - Greis & Band, Stereosopha, Erdloch Productions - Aftershow Party mit HIP HOP ON AIR

Kammgarn, Schaffhausen



Greis macht sich mit Band im Backup und neuem Album im Gepäck auf, Bühnen zu rocken. Support bekommen er und seinen Mannen von den Locals Stereosopha und Erdloch Productions. Nach der Show versorgen die HIP HOP ON AIR DJs die Crowd mit Schätzen aus ihren Cases.


kammgarn.ch/index.php?handler=modules&module=whatsup&m=5&y=2012&nav_ID=17#628




4.9.2012 - HIP HOP ON AIR

Albani, Winterthur



Das HIP HOP ON AIR-Kollektiv steht jeweils am ersten Dienstagabend jedes Monats an den Tellern, die die Welt bedeuten. Komm aufn Drink oder zwei und nimm all Deine Freunde mit.



www.albani.ch


MERCHANDISING:


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